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.Rasenkraftsport

 

Pressemitteilung

Am 31.März 2007 fand in Leichlingen der Verbandstag des Rasenkraftsport
und Tauziehverbandes Nordrhein-Westfalen statt.
Bei den Wahlen zum Präsidium wurde Dr. Claus Dethloff aus Kempen erneut zum Präsidenten gewählt, der Landestrainer Hammerwurf, Kurt Benner Leichlingen, zum Sportwart.
Die Satzung des DRTV wurde dahingehend geändert, dass in Zukunft auch Highlander als dritte Sparte das Angebot ergänzen können. Anwesend waren
die Vertreter der Highlander vom Niederrhein, die in 14 Tagen über einen Beitritt entscheiden werden.
Alle Vertreter des DRTV begrüßten die Erweiterung des Verbandes.
http://www.highlandervomniederrhein.de/

Der LAV Hückelhoven wurde mit der Durchführung der Nord-Westdeutschen Meisterschaft im Rasenkraftsport als Ausrichter beauftragt.
Die Nordrhein-Westfalenmeisterschaft findet am 6.Oktober 2007 im
Glück-Auf-Stadion in Hückelhoven statt. Für den LAV bedeutet diese Veranstaltung der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Leichtathletikveranstaltungen in 2007.

 

Rasenkraftsport - Die Disziplinen

Rasenkraftsport-Dreikampf

Der Rasenkraftsport-Dreikampf besteht aus den Teildisziplinen Hammerwurf, Gewichtwurf und Steinstoßen.  Die Reihenfolge der Disziplinen ist nicht fest vorgeschrieben. Sie variiert je nach Wettkampf-Organisation.
Aus den erzielten Leistungen der Einzeldisziplinen und einem bestimmten Koeffizienten werden die Dreikampf-Punkte errechnet: Hammerwurfleistung geteilt durch durch 0.064 ergibt die Punktezahl fürs Hammerwerfen.
Gewichtwurfleistung geteilt durch durch 0.025 ergibt die Punktezahl fürs Gewichtwerfen. Steinstoßleistung geteilt durch durch 0.012 ergibt die Punkte-
zahl fürs Steinstoßen.
Die Dreikampf-Punktzahl ergibt sich aus der Punkte-Summe der Einzeldisziplinen.

Hammerwerfen
Das Hammerwerfen ist seit den Spielen von 1900 (Paris) eine olympische Disziplin der Leichtathletik.
Die deutschen Hammerwerfen konnten sich mehrfach in die Siegerlisten bei großen internationalen Wettkämpfen einschreiben (zuletzt Heinz Weis WM1997, Karsten Kobs WM1999). Diese Athleten starten auch im Rasenkraftsport. Zudem finden auch ausländische Spitzenhammerwerfer wie der Ungar Tibor Gecsek (Europameister 1998) den Weg zum Rasenkraftsport. Im Rasenkraftsport werden keine Meistertitel im Hammerwerfen vergeben. Die Hammerwurfleistung fließt ausschließlich in die Punktewertung des RKS-Dreikampfs ein.

Der Hammer besteht aus einer Kugel, einem Haltegriff und einem Stahldraht, welcher Kugel und Griff zusammenhält. Das Gewicht des Hammers beträgt je nach Altersklasse zwischen 3 und 7,26 kg. Die Länge des Hammers ist auf 119,5 cm (Frauen) bzw. 121,5 cm (Männer) beschränkt.

Der Hammer wird aus einem Beton-Kreis mit 2,135 m Durchmesser geworfen.
Die Hammerwurf-Technik besteht aus vier Phasen:

1.Armkreisschwünge
Vorbeschleunigung des Hammers.
Den Hammer auf eine Kreisbahn bringen.

2.Übergang in die Drehung
Übergang vom Schwingen in die erste Drehung

3.Drehung(en)
Die Drehungen dienen der maximale Beschleunigung des Gesamtsystems Hammer und Werfer.
Eine Drehung (Rechtshänder) läuft wie folgt ab: Der linke Fuß macht eine halbe Drehung auf der Hacke . Gleichzeitig dreht das rechte Bein mit ein. Anschließend erfolgt eine halbe Drehung auf dem Fuß-Ballen des linken Fußes. Das rechte Bein hebt bei der Drehung des linken Fußes über den Ballen vom Boden ab und wird möglichst schnell wieder auf den Boden gebracht. Optimal sind drei bzw. vier Drehungen.

4.Abwurf
Beim Abwurf verlässt der Hammer die Hand des Werfers.
Der Abwurf dient der Endbeschleunigung des Hammers.

Gewichtwerfen
Das Gewichtwerfen war in den Jahren 1904 (St.Louis) und 1920 (Antwerpen) olympische Disziplin der Leichtathletik. Bei den Olympische Spielen wurde mit einem 41 cm langen und 25,4 Kg schweren Gewicht geworfen. In St. Louis gewann der Kanadier Etienne Desmarteau mit einer Weite von 10,465 Meter. 16 Jahre später war Patrick McDonald (USA) mit 11,265 Meter der Sieger. Zum Vergleich: Die heutigen Spitzenhammerwerfer der 80m-Klasse werfen das historische Gewicht etwa 15 bis 16 Meter weit.
In Europa wurde das Gewichtwerfen nach dem aus dem leichtathletischen Programm gestrichen, während es in den USA weiterhin innerhalb der Leichtathletik betrieben wird.
Das Wurfgewicht ist dem Wurfhammer ähnlich. Die Kugel ist allerdings schwerer und der Verbindungsdraht des Hammers wird beim Wurfgewicht durch eine kürzere Kette ersetzt.
Das Männer-Gewicht wiegt 12,5 Kg und ist 50 cm lang, das Frauen-Gewicht wiegt 5 Kg und ist 50 cm lang.

Das Wurfgewicht wird im Männerbereich mit der Hammerwurftechnik geworfen. Allerdings kann das "kurze" Gewicht schneller beschleunigt werden. Dadurch reichen den Werfern zwei bis drei Drehungen zur optimalen Beschleunigung aus. Im Frauenbereich wird das Gewicht häufig einarmig geworfen. Dabei wird das Gewicht mit einer Drehung ähnlich der Diskuswurf-Drehung geworfen. Dies bringt den Vorteil einer größeren Gewicht-Umlaufbahn.
Im Männerbereich ist diese Technik nicht anzutreffen, da die hohen Fliehkräfte bei Würfen über 20 m nicht mit einer Hand gehalten werden können.

Steinstossen
Der quaderförmige Stoß-Stein wird aus einem ca. 15 Meter langen Anlauf heraus einarmig gestoßen.
Im Anlauf wird versucht eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Etwa drei Meter
vor dem Balken versucht der Athlet durch seitliche Schritte und dem Zurücknehmen des Steins in eine optimale Abstoßhaltung zu kommen. Der Abstoß erfolgt, indem der Stoßer über den linken Fuß nach vorne und oben in Stoßrichtung springt (Umsprung). Die Technik ist ähnlich dem Speerwerfen (Anlauf, Stemmschritt) und Kugelstoßen (Umspringen, Abstoß).
Das Gewicht des Steins ist abhängig von der Altersklasse. Der Männer-Stein wiegt 15 kg. Der Frauen-Stein 5 kg.